Sommertörn 2016

>> Crew 2

Crew 1 von Wilhelmshaven über Helgoland nach Inverness.

Donnerstag, 16.06. Abfahrt in Troisdorf. Wir Peter, Hubert und ich, fuhren mit einem Mietwagen nach Wilhelmshaven zu meinem  Schiff, der Pampero, eine Voyage 11.20. Dort angekommen kauften wir für den Törn ein. Die zwei noch fehlenden Crewmitglieder Babara und Gerd kamen am Freitagmorgen an Bord.

Freitag, 17.06. Nachdem die Crew vollständig war, machten wir die Einweisung an Bord, besonders die der in den Rettungsmittel. Der Mietwagen wurde weggebracht. Wir bekamen mittags einen Schleusengang und konnten mit dem ablaufenden Wasser aus der Jade fahren. Der schwache Wind aus WNW zwang uns leider unter  Maschine  in Richtung Helgoland zu laufen. Aber ab der Tn. "6 Neue Weser" konnten wir die Segel setzen und hatten noch einen schönen Segeltag. In Helgoland machten wir um 20:10 Uhr fest.

 

                 Helgoland mit der " Langen Anna"                                                               Helgoland Hafen

 Samstag18.06.  Es wurden noch einige Sachen gebunkert und um 16:30 Uhr liefen wir Richtung Inverness aus. Der Wetterbericht meldete für unser Gebiet Wind aus WNW 3-5 Bft am Montag auf S drehend 5 Bft. Für die Gebiete Humber und Dogger 3-4 Bft. Der Wind kam anfangs auch aus SW und wir kamen gut voran. Später drehte er leider auf NW und nahm an Stärke zu. Es baute sich eine hohe, steile See auf. Bei einem Wind von 5-6 Bft in Böen 7 Bft waren die Wellen über 3 m hoch. Einige Wellen brachen vor dem Schiff und es wurde ein nasses Segeln. Eigentlich war das Wetter erst für Montag mit Wind gemeldet und wir dachten, wir wären dann schon weiter nordwestlicher. Pech gehabt!!!. Wir liefen die ganze Nacht Richtung englischen Kanal.

Sonntag, 19.06. Wir kamen die ganze Nacht nicht aus unseren Segelsachen, denn alle 30 Min war Ruderwechsel. Auf Höhe Borkum waren wir 4 sm nördlich vom Tiefseeweg. Am Mittag beruhigte sich der Wind und auch die Wellen wurden kleiner. Wir wendeten und liefen nun in nördlicher Richtung unserem Ziel entgegen. Der nächste Wetterbericht  den wir bekamen war auch nicht berauschend, Wind aus S – SSW 5-6  Böen 7-8 Bft. Ein Hafen war nicht zu erreichen. Als es losging hatten, wir das 3. Reff im Gr und die Ge verkleinert. Die See baute sich auf und wir hatten wieder über 3-4 m hohe Wellen. Es war aber nicht so schlimm wie in der ersten Nacht, da die See länger war und von achtern kam. Die Pampero lag gut im Ruder. Wir liefen teilweise über 9 kn mit der kleinen Besegelung. Das Wetter hielt leider die ganze Nacht an.

 Montag 20.06. Zum Glück ließ der Wind im Laufe des Montags nach und wir vergrößerten kontinuierlich die Segel. Die verschiedenen Ölplattformen passierten wir in respektvollen Abständen. Auch sichteten wir die ersten Delphine, die uns um das Schiff begleiteten. Am Abend gab es die erste warme Mahlzeit seit Sonntagabend.

 

                              Eine Ölplattform                                                            Ein Schiff was giftige Stoffe verbrennt

Dienstag, 21.06. Das Wetter hatte sich weiter beruhigt und wir konnten den fehlenden Schlaf nachholen. Immer wieder kamen Delphine ums Boot. Die Sonne schien auch recht intensiv und wir genossen das Segeln bei besten Bedingungen, Wind um 4 Bft aus SSW.

 

                                 Gerhard am Steuer                                   Sonnenuntergang auf der Nordsee

 Mittwoch, 22.06. Am Vormittag erreichten wir die schottische Küste. Die Stadt Fraserbruch ließen wir an Bb liegen und erreichten den Morafirth. Wir liefen entlang der Küste. Es war geplant in Lossiemouth anzulegen. Dort hätten wir aber am nächsten Tag aber ungünstige Tide zu Auslaufen gehabt. Also segelten wir weiter. Leider schlief der Wind ein und ab 14:00 Uhr musste die Maschine herhalten.

 

                             Fraserbruch                                                                                          Schottische Küste

 

                                  Lh. Lackie Head                                                                    Abendstimmung        

 Donnerstag, 23.06. Wir erreichten um 03:30 Uhr Inverness nach 549 sm. Wir machten im Cityhafen fest. Nach dem Festmachen gingen wir erst einmal bis um 10:00 Uhr in die Kojen. Danach ein Bummel durch die Stadt. Wir kauften einige Sachen zum Grillen ein. Für den Abend hatte Hubert ein Pärchen eingeladen, das aus seinem Dorf kam und in Schottland auf Hochzeitreise war. In der Ankerkiste hatten wir noch ein kleines Fässchen Kölsch. Es wurde ein sehr schöner Abend.

    

                              Die Crew beim Schlachter                                             Hubert mit dem Brautpaar

 

Freitag, 24.06. Hubert verließ die Pampero. Er flog über Den Haag nach Hamburg, um am Abend in Travemünde zu sein, wo ein Shanty Festival war. Hubert ist Mitglied in einem Shanty-Chor. Wir machten Reinschiff und die Crew packte schon einmal ihre Taschen. Anschließend gingen wir in die Stadt und nahmen unser Abschiedsessen in einem Restaurant ein.

 

                                 Im Hafen                                                                                           Inverness                                                                        

 

                                                                                            Unser 1. Pub

Samstag, 24.06. Am Morgen nach dem Frühstück verließ die Crew die Pampero. Ich war mit Bettwäsche waschen beschäftigt und machte das Schiff klar für die nächste Crew.

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