Törnberichte

Langfahrt 2009

>> Crew 2

Wilhelmshaven – Lofoten – Thyborön

Crew 1   Wilhelmshaven – Trondheim
13.06. – 26.06.09

Samstag, der 13.06.
Um 08:30 Uhr war es endlich soweit. Es wurden die Leinen losgemacht. Bei bescheidenem Wetter, Wind 5-6 Bft aus WNW mussten wir erst noch aufkreuzen. Der Wind drehte etwas zurück und ließ nach. Leider war der Strom gegen uns. Später wurde das Wetter besser, sogar schön, so dass wir  Helgoland um 19:30 Uhr erreichten.

Sonntag, der 14.06.
Heute wurde der restliche Proviant geladen, Bier, Cola und Hochprozentiges. Um 14:00 Uhr legten wir ab. Der Wind schwach 3-5 kn, leider später auch noch aus NNW. Also Maschine an, da wir ca. 800 sm  bis Trondheim vor uns hatten. Das Wetter wurde immer schöner und wir konnten uns in kurzen Hosen sonnen. Ein Wunder, um 18:40 Uhr kam Wind auf und wir konnten segeln.

Montag, der 15.06.
Der Wind nahm zu und drehte immer mehr auf NW. Kurz nach 08:00 Uhr fiel die Entscheidung, nach Esbjerg zu gehen und besseres Wetter abzuwarten. Nachdem wir festgemacht hatten wurde gefrühstückt und anschließend geschlafen. Am Nachmittag gingen wir nach dem Duschen in die Stadt. Der Hafen und die Stadt bieten alle Versorgungsmöglichkeiten.

Dienstag, der 16.06.
Der Wind  blies immer noch sehr stark 18-24 kn aus W, dazu stand draußen eine unangenehme Welle. Wir beschlossen, zunächst im Hafen zu bleiben. Gegen Abend ließ der Wind dann doch noch nach und um 20:00 Uhr hieß es: Leinen los. Bei  moderaten 4 Bft Windstärken liefen wir aus Esbjerg aus. Doch schon bald nahm der Wind wieder auf 5-6 Bft zu.

Mittwoch, der 17.06.
Bei der Passage von Horns Rev  erlebten wir einen Eiertanz. Die Wellen steil, kreuz und quer. Auch das ging vorbei. Gegen 05:00 Uhr ließen der Wind nach und bei 4 Bft  wurde auch die See recht zahm. Da wir einen positiven Wetterbericht aus Dänemark und vom  DWD hatten entschlossen wir uns, nach Norwegen zu laufen. Als wir um 14:10 Uhr  die Prognose für unser Gebiet vom DWD erhielten, Wind aus SW in Böen 7-8 Bft entschlossen wir uns nach Thyborön abzulaufen, Distanz ca. 30 sm. Um 15:30 Uhr bekamen wir den 12:00 Uhr Wetterbericht vom DWD. Prognose: Wind max. 7 Bft. Entscheidung: wieder Richtung Norwegen. Der Tag verlief ruhig. Um 20:00 Uhr legte der Wind zu und die Segel wurden gerefft. Der Wind nahm weiter zu und kam aus S. Unser Generalkurs war 335°. Um 22:00 Uhr nahmen wir das Groß weg. Nur mit der gerefften Genua liefen wir um die 7 kn. Die See von achtern schob uns schnell gen Norden.

Donnerstag, der 18.06.
Wir hatten ständig über 30 kn Wind - in Böen sogar bis max 44 kn. Die See von achtern war sehr beeindruckend. Die PAMPERO lief sehr gut in den bis zu 4 Meter hohen Wellen. Gegen 04:00 Uhr hatten wir es dann geschafft, Der Wind ließ nach, nur noch 6-7 Bft und die Windrichtungsänderung auf SW zeigte uns an, dass das Tief durchgezogen war. Im Laufe des Morgens drehte der Wind immer weiter auf NW. Unseren Idealkurs konnten wir nicht mehr halten. Wir entschlossen uns, nach   Farsund zu laufen, wo wir um 11:15 Uhr fest machten. Farsund ist ein sehr schöner Ort mit allen Versorgungsmöglichkeiten. Im Touristikbüro bekamen wir Wetterausdrucke vom norwegischen Metrologischen Institut für die Seegebiete um Farsund, Haugesund und Bergen. Wir  entschlossen uns am Freitag um 06:00 Uhr nach Bergen auszulaufen .

Freitag, der 19.06
Nach einem guten Frühstück liefen wir um 06:00 Uhr aus. Der Wind kam aus WSW mit 4 Bft. Bei einem schönen Halbwindkurs machten wir über 6 kn FüG. Leider ließ der Wind nach und wir liefen oft unter Maschine, da wir bis Donnerstag in Trondheim sein wollten. Auf Grund des mangelnden Windes und der noch starken Dünung aus West fuhren wir durch den Karmsund. Es war eine sehr schöne Nacht, gute Sicht und endlich keine Dünung.

Samstag, der 20.06.
Nachdem wir kurz nach Mitternacht Haugesund passiert hatten, liefen wir innerhalb der Schären nach Bergen. In Hjellestad machten wir gegen Mittag einen Zwischenstopp um Diesel und Wasser zu bunkern. Nach 1 Std. ging es weiter, die letzten 13 sm bis Bergen, wo wir um 15:10 Uhr als 2. Boot neben einer Schweizer Motoryacht, festmachten. Der Hafen war sehr voll, hauptsächlich einheimische Motoryachten, deren Crews in der Stadt feiern wollten. Neben uns legte sich noch eine Yacht aus Deutschland an und bald noch zwei weitere norwegische Yachten. Die Mega Yacht von Abramowitsch und der Dreimaster „Staatsrat Lemkuhl“ lagen auch an der Pier. In den Kneipen war überall sehr viel Trubel. Die ganze Stadt war auf den Beinen, wohl auch weil das Wetter gegen Abend recht schön wurde. Um Mitternacht waren wir wieder an Bord.

Sonntag, der 21.06.
10:00 Uhr Auslaufen. Vereint mit unseren Nachbarn gingen wir rückwärts aus dem Päckchen. Bei bewölktem Himmel und schwachem Wind aus WNW liefen wir unter Maschine Richtung Nord aus. Leider blies der Wind aus der Richtung wo wir hin mussten. Nachdem wir um 16:50 Uhr auf N- Kurs gingen und der Wind etwas rückdrehte, gingen die Segel hoch und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir segeln. Gegen 19:00 Uhr passierten wir die Einfahrt zum Sojnesfjord. Ansonsten  war es eine ruhige Nacht.

Montag, der 22.06.
Der Wind drehte immer weiter von West auf Süd. Wir liefen den äußeren Weg nach Norden. Der Himmel war bewölkt und teilweise gab es auch Nieselregen. Wir entschlossen uns bei Alesund den inneren Weg zu nehmen. Abwechselnd liefen wir tagsüber unter Maschine oder wir konnten mal wieder ein wenig segeln. Es war ein ständiges hin und her. Um 20:00 Uhr starteten wir wieder den Motor. Der Wind war ganz eingeschlafen.

Dienstag, der 23.06.
Der Tag begann recht eintönig, kein Wind, Nieselregen und Kälte. Kurz nach 01:30 Uhr, erst ein leichtes Lüftchen und recht bald hatten wir eine steife Brise. Der Regen war gar nicht mehr so schlimm. Der Wind kam ziemlich von achtern und wir segelten nur unter Genua ständig über 5 kn. Unser Ziel Kristiansund erreichten wir um 08:00 Uhr. Erst einmal ein gutes Frühstück, dann unter die Dusche. Die Sanitäreinrichtung, einfach, aber sauber und funktional. An der Maschine stellten sich in den letzten Tagen Probleme mit dem Kühlsystem ein. Wir vermuteten, dass der Thermoschalter defekt sei. Ein Besuch bei der Yanmar Vertretung in Kristiansund brachte keinen Erfolg, da die Lieferung aus Oslo ca. 2-3 Tage dauern würde. Wir bestellten das Teil mit der Bitte den Thermoschalter und eine Dichtung zur Yanmar- Vertretung nach Trondheim zu schicken. Nach einem Spaziergang durch den schönen Ort grillten wir im Hafen und um 19:45 Uhr liefen wir wieder aus. Das Wetter war ruhig. Der angekündigte Wind (windfinder.de) blieb aus. So fuhren wir unter Maschine in Richtung Trondheim weiter.

Mittwoch, 24.06.
Die Nacht war mit 10°C recht kalt. Um 03:30 Uhr ging die Sonne auf. Bodo versuchte es mal wieder mit angeln, aber ohne Erfolg. Nachdem wir den Lt Agdenes passiert hatten, liefen wir in den Trondheimfjord ein. Bei einem Wind aus SSO Stärke 3 Bft kreuzten wir bei schönstem Segelwetter bis Trondheim. Im Trondheim Yachthafen stellten wir erst einmal fest, dass die Tankstelle verlegt worden ist. Die Tankstelle liegt auf der östlichen Seite der Steganlagen. Nach dem Tanken fuhren wir durch die Eisenbahnbrücke (Öffnung über Funk UKW K.14 erfragen) und machten am Fosenkai fest. Der Hafenmeister wurde per Handy angerufen und nach 20 Min. bekamen wir von Ihm Strom. Regina organisierte aus einem nahegelegenen Hotel eine Codekarte für die Sanitäranlagen. Nach dem Essen lag ein Spaziergang an. Es schien so, dass die ganze Stadt noch auf den Beinen war. Um 01:00 Uhr an Bord, es war noch taghell.

Donnerstag, der 25.06.
Hafenliegetag !! Gleich nach dem Frühstück war ein Großreinschiff angesagt. Am Mittag holte ich von einem sehr gut sortierten Schiffsausrüster einen Thermostaten und baute ihn ein. Der anschließende Standlauf war positiv. Nach dem Skippers Dinner ließen wir den Tag ausklingen.

Freitag, der 26.06.
Um 06:00 Uhr verließ die erste Crew die PAMPERO, um über Oslo nach Hause zu fliegen. Zwei erlebnisreiche  Wochen waren leider schnell vorbei. Es wurden insgesamt 846 sm zurückgelegt.

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Zuletzt aktualisiert am: 08.02.10